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Archive für November 2009
“Julias Tag”
27.11.2009 von admin.
“Dies ist heute Ihr Tag” sagte der Oberstleutnant, der heute morgen in der Wilhelmstein-Kaserne in Neustadt a. Rbge das feierliche Gelöbnis von Julia und ein paar hundert weiteren Rekrutinnen und Rekruten (ja, die haben sich auch sprachlich umstellen müssen beim Bund
) entgegengenommen hat.
Wie sehr das besonders auf Julia zutraf, konnte er allerdings nicht wissen: Zwar hatte auch sie sich wie ihre Kameraden zwei Monate lang oft bis an die Grenzen der (gesundheitlichen) Belastbarkeit gefordert, um an diesem Morgen hier stehen und geloben zu können “die Bundesrepublik Deutschland und die Freiheit ihrer Bürger tapfer zu verteidigen”, aber der eigentliche Höhepunkt kam für sie erst am Abend. Zwei Jahre lang hat sie sich täglich der Herausforderung gestellt, die Pferdewirt-Ausbildung und den Stallalltag am DOKR, das Training von bis zu 7 Vielseitigkeitspferden und Turnierbesuche, die oft von Mittwoch bis Sonntag spätnachts dauerten, möglichst optimal zu koordinieren. Das ist ihr auch gelungen: Direkt nach der Rückkehr von der EM in Waregem hat sie die Abschlußprüfung mit der Note 1,3 bestanden und bekam dafür die “Stensbeck Plakette in Bronze” am Abend feierlich überreicht.
Die Perspektivgruppe und alle Freunde und Fans gratulieren herzlich und hoffen, daß Julia auch in Zukunft erfolgreich für Deutschland kämpft- auf dem Pferderücken!
Am liebsten würde Julia sich jetzt ja wieder in die Stallarbeit und auf das Training der Pferde stürzen- aber wie sie schon in einem ihrer ersten Blogbeiträge schrieb: Es kommt immer anders als man plant. Der neue Chef ihrer Ausbildungskompanie hat die hohe Zahl der Krankmeldungen in der letzten Zeit als persönliche Beleidigung aufgefasst (die Schweinegrippe wird beim Bund offiziell nicht zur Kenntniss genommen) und befohlen, daß jeder, der krankheitsbedingt irgendwas versäumt hat, nachdienen muß…Also darf Julia nächste Woche noch mal hin und wieder zwei Nächte draußen schlafen - aber nicht im beheizbaren Turnier-LKW sondern unter einer halben Zeltplane. Das nennt sich dann Biwak..
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Julia bei der Bundeswehr
16.11.2009 von Julia.
nachdem ich ja gut 2 Jahre fast nur im Pferdestall verbracht habe, hatte ich Lust mal etwas ‘anderes’ zu machen… Da es sich mit dem Reitsport sehr gut verbinden lässt, bot sich eine Verpflichtung als Sportsoldatin bei der Bundeswehr geradezu an, vor allem, da es eine nicht unerhebliche Steigerung meines Gehalts bedeutete, was auch mein Antrieb während der nächsten zwei Monate werden sollte. Das wusste ich zum Zeitpunkt der Bewerbung aber noch nicht…
Nach bestandener Abschlussprüfung als Pferdewirt Schwerpunkt Reiten, sogar mit Auszeichnung, worauf ich sehr stolz bin
, ging es also am 1.10. nach Nienburg in die Grundausbildung…kann ja nicht so hart werden bei den Sportsoldaten dachte ich…
Wir wurden allerdings alle eines Besseren belehrt, uns erwartete das volle Programm: Maschieren, mit 35 kg Gepäck! Was, wenn man das Pech hat, nicht gerade 2m groß zu sein, sondern wie ich nur 1,68, bedeutet, dass man am Ende des Zuges marschieren muss, also quasi die ganze Zeit rennt… Vorteil ist aber, man hat immer alles dabei: ein Zelt, eine Isomatte, einen Nässeschutz, einen Kälteschutz, ein komplette zweite Garnitur Kleidung, Schuh- und Waffenputzzeug, Essbesteck, Essbehälter, einen ‘Esbit-Kocher’ (wie auch immer der funktioniert) etc…etc… Man weiß ja nie, was passiert, wenn man ‘nen Tag im Gelände verbringt, ach ja, grüne Gesichtstarnung trägt man auch (sieht lustig aus, verursacht aber bisher nichtvorhandene Hautprobleme…). Und wehe dem, der etwas von der Ausrüstung vergessen hat oder verliert, 50 Liegestütze und/oder Sit-ups machen wir mittlerweile mit Links, desweiteren unbeliebt sind 100 m ‘Gleiten’ oder längere Sprints mit vollem Gepäck…
Alles in allem wird es uns natürlich zu Soldaten formen, also gemeckert wird natürlich nie, weil wir sind schließlich bei der Bundeswehr und da hat alles einen Sinn und eine logische Begründung
Soviel erstmal von mir, ich muss mich jetzt zum Stuben- und Revierreinigen begeben…
Liebe Grüße Julia
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CCI** Weltmeisterschaft der jungen Vielseitigkeitspferde
3.11.2009 von Sandra.
Le Lion d’Angers ist ein wunderbares Turnier für junge Pferde. Dort sind beste Voraussetzungen mit optimalen Plätzen gegeben. Durch die große Anzahl an Zuschauern, können die jungen Pferde richtige Championatsluft schnuppern. Dies bezüglich hatte ich erst etwas bedenken. Da Wolfgang noch nicht so viele Turniere gesehen hat, wusste ich nicht wie er auf diese große Kulisse reagieren würde. Er war erst etwas skeptisch, aber als es drauf ankam, konzentrierte er sich nur auf mich (zum Glück)! J
Wir waren am ersten Dressurtag dran und ich war wirklich zufrieden (48,1). Auf den siebten Platz starteten wir in das anspruchsvolle, aber faire Gelände. Es war ein Traum da zu reiten, das sah nicht nur ich so, sondern auch Wolfgang! Er lief eine ganz sichere, schnelle Runde und wir hatten eine Menge Spaß! Platz 5 hieß es nach dem Gelände.
Das abschließende Springen war nicht einfach, da man oft sehr dicht an die Zuschauer ran und auf die Zuschauer drauf zu springen musste. Durch eine gute Runde (1 Zeitfehler) konnte ich mich somit auf den dritten Platz vorarbeiten und somit die Bronzemedaille entgegen nehmen!
Nun haben auch Wolfgang und ich „Winterpause“! In dieser Saison bin ich wirklich sehr mit all meinen Pferden zufrieden gewesen, alle haben ihre Ziele erreicht! Deshalb sind wir schon höchst motiviert und freuen uns bereits aufs nächste Jahr! J
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